„ Das neue Strain-Counterstrain “

Das neue Strain and Counterstrain – Autonome osteopathische Repositionstechniken (AORT)“

Interview mit Raphael van Assche

Kurzinfo Raphael van Assche

Raphael van Assche ist Physiotherapeut, Osteopath und Autor. Er entwickelte die AORT sowie die Physioenergetik. Im Interview stellt er sein neues Buch vor. Kurse zu dem Thema finden Sie auf PHYSIOtalk oder unter www.fibna.de.

Das Interview

PHYSIOtalk: Herzlichen Glückwunsch zu Ihrem neu erschienen Buch! Können Sie uns in kurzen Worten erklären, was das Wesentliche der Methode ist?

Raphael van Assche: Es handelt sich um eine sanfte osteopathische Technik, deren wesentlichstes Element die exakte Positionierung unter gleichzeitiger Trigger/Tenderpoint – Kontrolle ist. Langsam und schonend wird die Fehlstellung kurzzeitig verstärkt, um den Körper dazu anzuregen, diese selbst zu korrigieren.

“Jede Dysfunktion und die dazugehörige Technik mit Foto und anatomischer Grafik nehmen eine Doppelseite ein.”

PHYSIOtalk: Was erwartet den Leser Ihres Buches, insbesondere Physiotherapeuten?

Raphael van Assche: Im Grunde genommen handelt es sich um ein echtes Arbeitsbuch.
Jede Dysfunktion und die dazugehörige Technik mit Foto und anatomischer Grafik nehmen eine Doppelseite ein.
Zusätzlich gibt es in vielen Fällen eine Anmerkung zur Symptomatik und einen Hinweis auf einen QR-Code zum Demonstrationsvideo.
Die Demonstrationsvideos finden Sie auch hier.
In der Einleitung erfährt man natürlich viel über die Geschichte und über Grundlagen.

PHYSIOtalk: Gibt es Bereiche, in denen die AORT besonders geeignet oder effektiv ist?

Raphael van Assche: Ja, absolut! Speziell die Halswirbelsäule als besonders sensibler Bereich bietet sich für diese Technik an!
Aufgrund der schonenden Vorgangsweise eignet sich die AORT auch sehr gut für ältere Patienten und ist selbst bei Osteoporose in den meisten Fällen gefahrlos anwendbar.

PHYSIOtalk: Worin liegt eigentlich der Unterschied von „Strain – Counterstrain“ und Ihrer Methode, dem „Neuen Strain-Counterstrain“, das ja auch als AORT oder Autonome osteopathische Repositionstechniken bezeichnet wird?

Raphael van Assche: Die ursprüngliche Technik „Strain – Counterstrain“ geht auf den amerikanischen Osteopathen Lawrence H. JONES (1913 – 2002) zurück. Ich hatte das Privileg, von ihm selbst, sozusagen aus erster Hand, seine faszinierende Methode zu erlernen.
In den folgenden Jahren der praktischen intensiven Arbeit und des Unterrichts entwickelte ich daraus meine eigene Spielart, die sich über die lokale Korrektur hinaus auf die Reaktion des Gesamtsystems konzentriert.
Es wird über Feineinstellung (Mikro-AORT) und individuelle Anpassung der Therapiedauer eine Vagusreaktion angestrebt.
So ist es möglich, wesentlich tiefergreifend zu therapieren und damit ein System aus seiner Erstarrung zu befreien. Dabei kann es natürlich auch zu emotionalen Reaktionen kommen, die ja durchaus erwünscht sind.

“Aufgrund der schonenden Vorgangsweise eignet sich die AORT auch sehr gut für ältere Patienten und ist selbst bei Osteoporose in den meisten Fällen gefahrlos anwendbar.”

PHYSIOtalk: Was war Ihre Motivation, dieses Buch zu schreiben?

Raphael van Assche: Ich denke, es war meine Begeisterung für diese Methode, die in ihrer einfühlsamen und eleganten Art in kurzer Zeit zu stabilen Erfolgen führt. Ich wollte, dass möglichst viele Menschen davon profitieren können.
Ausserdem ist das Buch als Nachschlagewerk zu meinen Seminaren sehr wichtig. Obwohl es natürlich Skripten gibt, ist doch die Qualität der Fotos, die Systematik und die Vollständigkeit eine groß e Hilfe für die Kursteilnehmer.

PHYSIOtalk: Was macht Ihnen mehr Freude – zu schreiben oder zu unterrichten?

Raphael van Assche: Das war jetzt eine leichte Frage! Ganz klar der Unterricht! Ich liebe den Kontakt zu den Menschen und die Möglichkeit, meine Begeisterung überspringen zu lassen.
Lebendige Interaktion und viel Spass in den Seminaren sind eben doch etwas ganz anderes, als vor dem Computer zu sitzen.

“Da immer die schmerzfreie Position gesucht wird, ist die Behandlung durchwegs als angenehm zu bezeichnen.”

PHYSIOtalk: Wie können wir uns Ihre Seminare vorstellen? Viel Theorie oder mehr Praxis?

Raphael van Assche: Natürlich sehr praktisch orientiert! Man muss ja das Gefühl entwickeln, die Strukturen korrekt lokalisieren können…..natürlich braucht man die theoretische Grundlage, denn ohne zu wissen , was man tut, ist man nur halb so effektiv.
Aber das Wichtigste ist spüren, spüren und nochmals spüren – natürlich unter Anleitung von erfahrenen Assistenten. Es wird in Zweiergruppen trainiert.

PHYSIOtalk: Was erwartet einen Patienten, der mit der AORT behandelt wird?

Raphael van Assche: Eigentlich Entspannung pur! Da immer die schmerzfreie Position gesucht wird, ist die Behandlung durchwegs als angenehm zu bezeichnen. Alles geschieht langsam und einfühlsam, das einzige, was kurzzeitig schmerzhaft sein kann, ist das Aufsuchen des Trigger/Tenderpoints. Aber auch dieser Schmerz geht weg, sobald die richtige Position eingestellt ist.
Man braucht bei dieser Methode die Mitarbeit des Patienten – die Rückmeldung über die Schmerzhaftigkeit des Triggerpoints und das Nicht – Mithelfen (!) beim Zurückbewegen aus der Position.

PHYSIOtalk: Dürfen wir Sie zum Abschluss noch fragen, wie Ihr Arbeitsalltag aussieht?

Raphael van Assche: Abwechslungsreich! Ich bin sehr viel unterwegs auf Seminaren im In –und Ausland . Diese Seminare sind auch unterschiedlich – ich unterrichte ausser AORT auch noch andere Techniken im Rahmen der Osteopathieausbildung und vor allem meine kinesiologische Testmethode, die Physioenergetik.
Bei Behandlungen kombiniere ich gerne alle Methoden – meine Arbeitsweise ist sehr intuitiv. Schematisches liegt mir nicht so sehr.
Vielleicht sollte ich auch erwähnen, dass es mir besondere Freude macht, Menschen in der Entfaltung ihres Potentials zu begleiten. Ich tue das sowohl in der Praxis als auch in eigenen Seminaren, die den Namen „Entfalten“ tragen.

PHYSIOtalk sagt DANKE für das Interview und wünscht Ihnen alles Gute!
Ihr Team von PHYSIOtalk.de

Der Buchtitel „Das neue Strain-Counterstrain – Autonome osteopathische Repositionstechniken (AORT)“ von Raphael Van Assche ist zum Preis von € 49,80 im Fachhandel erhältlich oder online unter: www.verlag-systemische-medizin.de.

Die Kurse von Raphael van Assche können Sie gleich hier auf PHYSIOtalk oder unter fibna.de buchen!
Die nächsten Termine sind

AORT 1: Sa 07.03. – Mo 09.03.2015
AORT 2: Fr 05.06. – So 07.06.2015

Ein Gedanke zu „„ Das neue Strain-Counterstrain “




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