„Nach der Geburt Wochenbett und Rückbildung“

Buchcover: Nach der Geburt

Interview mit Angela Heller

Kurzinfo Angela Heller

Angela Heller ist Physiotherapeutin, Fachbuchautorin und Dozentin. Ihr Buch „Nach der Geburt Wochenbett und Rückmeldung“ ist nun in zweiter Auflage erschienen und um wichtige Punkte ergänzt worden.

Das Interview

PHYSIOtalk: Herzlichen Glückwunsch zur 2. Auflage Ihres Buches. Wie genau heisst es, wo ist es erschienen, was kostet es und wo genau kann man es erwerben?

Angela Heller: Ich danke Ihnen.
Erleichtert und froh bin ich um diese 2. Auflage meines zuerst 2002 im Georg Thieme Verlag Stuttgart erschienenen Buches „Nach der Geburt Wochenbett und Rückbildung“. Dieses war nun seit Sommer 2014 vergriffen. Die Nachfrage im deutschsprachigen Raum nach diesem Fachbuch, besonders auch von Hebammen- und Physiotherapieschulen war weiterhin vorhanden.

Der Buchtitel „Nach der Geburt Wochenbett und Rückbildung“ wurde auf der Rückseite des Buchumschlags ergänzt: „Ein wesentlicher Teil des HELLER-KONZEPTS: „Die Therapie des weiblichen Beckenbodens bei Dysfunktionen und Dysbalancen.“

Das überzeugte den Thieme-Verlag, voran die Bereichsleiterin Physio- und Ergotherapie, Frau Rosi Haarer-Becker, zu dieser nun seit 11. Februar 2015 vorliegenden 2. Auflage. Das Buch ist wieder eine gebundene Ausgabe, umfasst 435 Seiten und 500 Abbildungen und kostet 69,99 EUR. Bestellt werden kann es im Buchhandel unter ISBN 978-3-13-125042-1 und ist auch als E-Learning Book erhältlich: eISBN: 978-3-13-203462-4.

PHYSIOtalk: Was ist das Besondere an diesem Buch bzw. was sind die Unterschiede zur 1. Auflage?

Angela Heller: Der Buchtitel „Nach der Geburt Wochenbett und Rückbildung“ wurde auf der Rückseite des Buchumschlags ergänzt: „Ein wesentlicher Teil des HELLER-KONZEPTS: „Die Therapie des weiblichen Beckenbodens bei Dysfunktionen und Dysbalancen.“ Das war mir wichtig, denn inhaltlich war der weibliche Beckenboden in Text und Abbildungen enthalten, was interessierte Leser aber bisher durch den Buchtitel nicht erkennen konnten. Im Vorwort zur 2. Auflage habe ich auf inhaltliche Schwerpunkte nochmals hingewiesen.

PHYSIOtalk: Fällt Ihnen das Schreiben leicht?

Angela Heller: Diese Frage ist für mich leicht zu beantworten. Seit meiner Kindheit schreibe ich gern Berichte, Aufsätze, lange Briefe. Später schrieb ich dann Reiseberichte in umfangreiche Tagebücher, vor allem über alte Kulturen, die ich mit meinem Mann rund um den Erdball besuchte. Wenn mich ein Stoff inhaltlich fesselt, dann fällt mir das Schreiben nicht allzu schwer.

“Ich möchte den ganzen Menschen erfassen/behandeln und Kausalitäten erkennen.”

PHYSIOtalk: Was begeistert Sie am Schreiben und insbesondere an der Vermittlung von Wissen?

Angela Heller: Ich bin selbst ein stark strukturierter Mensch und da ich nur das überzeugend weitergeben kann, was ich selbst wirklich verstanden habe, vermittle ich den von mir meist logisch aufbereiteten Stoff sehr gern in Wort und Schrift und freue mich, wenn meine Zuhörer meine Ausführungen verstehen. Durch mein jahrzehntelanges Ansammeln von Wissen und praktischen Erfahrungen an Patienten kann ich heute Zusammenhänge schnell erkennen. Eine ganzkörperbezogene Therapie ist mir wichtig geworden, kurz gesagt: ich möchte den ganzen Menschen erfassen/behandeln und Kausalitäten erkennen.

PHYSIOtalk: Wer ist die Zielgruppe Ihres Buches und was erwartet den Leser?

Angela Heller: Die Zielgruppe sind natürlich meine KollegInnen, die Physiotherapeuten und für dieses Buch, wie auch für mein 1. Buch „Geburtsvorbereitung Methode Menne-Heller“ (1998 im Thieme Verlag erschienen), die Hebammen und Ärzte, der von mir beschriebenen Fachrichtungen. Die interdisziplinäre Zusammenarbeit meiner FachkollegInnen mit den Ärzten ist mir ein großes Anliegen und es wäre sinnvoll, wenn auch Ärzte der Fachbereiche Gynäkologie/Geburtshilfe, Urologie und Proktologie mein Buch lesen und so physiotherapeutische Maßnahmen kennenlernen und betroffenen Patientinnen verordnen können.

PHYSIOtalk: Was erwartet eine Patientin bei der Behandlung eines Therapeuten, der Ihr Buch gelesen hat?

Angela Heller: Dazu kann ich nur hoffen: Eine ganzkörperbezogene Blickweise zum Problem der Patientin und eine befund-angepasste, individuell-spezielle Behandlung.
Deshalb ist mir wichtig, dass meine Bücher gelesen werden und verstanden worden sind.

PHYSIOtalk: Dürfen wir Sie fragen wie Ihr Arbeitsalltag aussieht?

Angela Heller: Ich habe viel Schreibtischarbeit, denn all meine von mir vermittelten Kursinhalte werden von mir ständig überarbeitet und aktualisiert. Dazu lese ich viel Fachliteratur. Auch meine mehrfachen Veröffentlichungen zu Spezialthemen für den Thieme- und Hippokratesverlag haben mich in den vergangenen Jahren sehr beschäftigt.

Zudem leite ich seit 46 Jahren eine Frauengymnastikgruppe, heute sind das noch 16, jetzt betagte Frauen, die dankbar sind, dass ich mehr oder weniger aus meinem Wissensfundus physiotherapeutisch mit ihnen arbeite.

PHYSIOtalk: Welchen Rat geben Sie Jungautoren mit auf dem Weg?

Angela Heller: Kurz und bündig: Erst dann schreiben, wenn man wirklich eine Aussage zu machen hat – dann nur nicht abschreiben von anderen – und wenn, dann unbedingt konsequent Quellenangaben machen!

PHYSIOtalk: Bieten Sie auch Kurse zu dem Thema an?

Angela Heller: Fortbildungskurse für Physiotherapeuten und Ärzte der Urogynäkologie zum Thema „Beckenbodenfunktion-dysfunktion-dysbalancen bei Frau und Mann HELLER-KONZEPT“ ebenso zum Thema „Wochenbett und Rückbildung HELLER-KONZEPT“ für Hebammen und PT gebe ich regelmäßig in Hamburg Ulm, Wien, Linz und Klagenfurt. Workshops leite ich gelegentlich auf Hebammenkongressen.

Wichtig dabei ist mir immer, dass ich mein Wissen und meine jahrzehntelange Erfahrung als Physiotherapeutin zu den von mir vermittelten speziellen Fachthemen einbringen kann.

PHYSIOtalk sagt DANKE für das Interview und wünscht Ihnen alles Gute!

Ein Gedanke zu „„Nach der Geburt Wochenbett und Rückbildung“

  1. Hallo,
    wie finde ich einen Therapeuten in meiner Nähe, der nach Angela Heller behandelt?
    Vielen Dank für eine hilfreiche Antwort!
    Mit frdl. Gruß
    W. Heidemann




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