Svanga Yoga

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Interview mit Iris Beckerle

Kurzinfo Iris Beckerle

Iris Beckerle praktiziert seit 18 Jahren Yoga, hat einige Ausbildungen in Indien und Deutschland absolviert. Vor 6 Jahren hat sie Yoga in kleinen Gruppen bei sich zu Hause unterrichtet. Heute bietet sie Svanga Yoga-Kurse an.

Das Interview

Iris Beckerle

Iris Beckerle

PHYSIOtalk: Frau Beckerle, vielen Dank, dass Sie uns für ein Interview zur Verfügung stehen. Mögen Sie sich kurz vorstellen?

Iris Beckerle: Ich praktiziere Yoga seit 18 Jahren, dazu habe ich einige Ausbildungen in Indien und Deutschland absolviert. Vor 6 Jahren habe ich angefangen, Yoga in kleinen Gruppen zu unterrichten. Dazu hatte ich anfangs nur zwei Teilnehmerinnen, die ich bei mir zu Hause unterrichtete. Mir wurde schnell klar, dass ich den traditionellen Yoga-Stil, den ich damals noch selbst praktizierte, nicht bei meinen Teilnehmerinnen anwenden konnte, da die körperlichen und geistigen Voraussetzungen dazu einfach zu verschieden waren. Deshalb beschäftigte ich mich ausschließlich damit, von welchen Bewegungsabläufen die Teilnehmenden wirklich profitieren können. Bevor ich mich als Yogalehrerin selbstständig machte, arbeitete ich als examinierte Krankenschwester.

“Im klassischen Yoga werden viele Yoga-Positionen gelehrt, die meiner Meinung nach gesundheitliche Risiken bergen.”

PHYSIOtalk: Was genau kann man sich unter „Svanga Yoga“ vorstellen?

Iris Beckerle: Svanga Yoga besteht aus einer sequenziellen Abfolge von Asanas, die konzipiert wurde, um gesundheitsriskante Übungen auszuschließen. Einige Yoga-Positionen, die manchen Körperteilen schaden können, werden gemieden und durch schonende Varianten ersetzt. Das heißt nicht, dass „nur softe“ Yogaübungen gemacht werden. Sondern viel mehr, dass die Asanas unter anderen Bedingungen eingenommen werden und Variationsmöglichkeiten einfließen.

PHYSIOtalk: Was ist der Unterschied zum klassischen Yoga bzw. was ist das Besondere daran?

Iris Beckerle: Im klassischen Yoga werden viele Yoga-Positionen gelehrt, die meiner Meinung nach gesundheitliche Risiken bergen. Genau das sind die No-Gos im Svanga Yoga. Denn, gerade Fortgeschrittene begeben sich auch ohne falschen Ehrgeiz, in die Gefahr durch gewohnte Übungen ihren Körper zu überstrapazieren, bis sich sogar körperliche Schäden und Beschwerden entwickeln können. Durch die vorhandene Flexibilität des Körpers wird oft nicht vermutet, dass die Yoga-Übungen selbst die Ursache dieser Beschwerden sind. Häufig sind Yogalehrer selbst davon betroffen, die sich für ihre Beschwerden schämen und für sich behalten, da sie fürchten, dadurch als „schlechter Yogalehrer“ zu gelten. Zumal von Yoga nur Gutes erwartet wird. Ich bin zwar keine Ärztin und therapiere auch nicht, aber ich musste unbedingt dieses Thema aufgreifen, um jegliche Verletzungsrisiken im Yoga auszuschließen, damit die Yoga-Praxis auch auf Dauer zu keiner Gefahr für den Körper werden kann.

PHYSIOtalk: Für wen ist diese Art von Yoga sinnvoll?

Iris Beckerle:

  • Yoga-Praktizierende und Fortgeschrittene, die bereit sind, die Asanas aus einer neuen Perspektive zu entdecken, um bis ins hohe Alter, möglichst ohne Schäden Yoga zu praktizieren.
  • Für Yoga-Anfänger ist Svanga Yoga optimal geeignet, da von Anfang an auf die körperlichen Grenzen hingewiesen wird.
  • Alle Menschen, die nach einem sinnvollen Bewegungsprogramm suchen, um sich körperlich, geistig und seelisch wohlzufühlen.

PHYSIOtalk: Gibt es eine einfache Übung, mit der sich jeder im Alltag einen kurzen Moment der Ruhe schaffen kann?

Iris Beckerle: Da ich immer gerne die Haltung der Teilnehmenden überprüfe, fällt es mir in der Tat schwer, eine Übung anzuleiten, ohne die ausführende Person sehen und korrigieren zu können, zumal nicht jede Übung für jeden geeignet ist. Aber eine Atemübung fällt mir dazu schon ein. Gerade im Alltag, sei das im Büro, in einem Geschäft an der Kasse stehend, in einem Wartezimmer, vor oder nach einem aufregenden Gespräch, ist es sinnvoll, seine Gedanken nach innen kehren zu lassen und dadurch ruhiger zu werden. Das geschieht am einfachsten, indem man seine Achtsamkeit auf die eigene Atmung lenkt und dabei seinen Atem beobachtet. Alles am Körper wahrnimmt, z. B.: wie die Luft ein- und ausströmt und sich dabei der Brustkorb weitet und abflacht. Schon bald werden Sie eine beruhigende Wirkung feststellen und bleiben mit dieser einfachen Technik in vielen Situationen wesentlich gelassener als früher.

PHYSIOtalk: Geben Sie auch Kurse zu diesem Thema?

Iris Beckerle: Ja. Ich biete deutschlandweit Krankenkassen zertifizierte Wochenendseminare an. Über meine Webseite können Sie sich informieren und Kontakt aufnehmen.
svanga-yoga.de

PHYSIOtalk: Was ist Ihre persönliche Motivation und was möchten Sie jedem Teilnehmer mit auf den Weg geben?

Iris Beckerle: „Turne bis zur Urne“ ist mein persönliches Motto. Darum ist es so wichtig, den Körper lange gesund zu halten, damit er dies auch tun kann. Deshalb verzichte ich, trotz vorhandener Flexibilität, auf manche Yoga-Übungen, die zwar sehr schön aussehen, meinem Körper aber schaden können. Für das Wohl von Geist und Seele muss zuerst die körperliche Komponente gegeben sein. “Svanga” ist ein Wort aus dem Sanskrit und heißt „die eigenen Glieder des Körpers“. „Sva“ bedeutet eigen, „anga“ bedeutet Glieder des Körpers. Diese gilt es mit Respekt, Verantwortung und Liebe zu behandeln. Genau das ist Svanga Yoga.

PHYSIOtalk sagt DANKE für das Interview und wünscht Ihnen alles Gute! Ihr Team von PHYSIOtalk.de

Ein Gedanke zu „Svanga Yoga

  1. Guten Tag, liebe Iris. Nachdem ich Deine Seite hier in Facebook, kennenlernen durfte, wäre ich sehr interessiert, mehr zu erfahren. Finde dies ein wunderbares Thema, gerade heute in der Zeit, des Erwchens, des Bewustseins. Würde gerne mehr darüber erfahren. Vielen lieben Dank. Ich wünsche Dir, noch einen gesegneten Tag. Ps.: Wir dürften uns ja auch schon in einem sehr netten Gespräch, bei Jürgen, kennenlernen. Wünsche noch einen gesegneten Tag. Liebe Grüße.




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