Eine gute Diagnostik – die Grundlage für ganzheitliches Kinesiologisches Taping

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Interview mit Siegfried Breitenbach

Kurzinfo Siegfried Breitenbach

Siegfried Breitenbach (Physiotherapeut, Sportphysiotherapeut des DOSB) betreute 20 Jahre lang die Deutsche Triathlon-Nationalmannschaft, war Mitglied des Deutschen Olympischen Teams in Sydney und Athen und ist einer der Pioniere des Kinesiologischen Taping in Europa.

Das Interview

PHYSIOtalk: Guten Tag Herr Breitenbach. Vielen Dank, dass Sie uns für ein Interview zur Verfügung stehen. Mögen Sie sich und Ihre Arbeit kurz vorstellen?

Siegfried Breitenbach: Guten Tag. Ich bedanke mich ebenfalls für die Interview-Anfrage.
Bereits in jungen Jahren habe ich mich der Physiotherapie verschrieben. Nach meiner erfolgreich abgeschlossenen Ausbildung im Jahr 1980 habe ich mich in vielen Spezialgebieten weitergebildet. Besonders angetan hat es mir das Kinesiologische Taping, welches ich noch von japanischen Lehrmeistern in Japan sowie in Deutschland erlernte.
Seit 2007 besteht die K-Active Group, welche zum einen die originalen Nitto Denko-Tapes vertreibt und zum anderen die Ausbildung von Therapeuten im Kinesiologischen Taping übernimmt. Mit weltweit annähernd 50 Instruktoren wird die große Nachfrage nach den Kursen gedeckt.
Neben meiner Geschäftsführertätigkeit bei K-Active führe ich außerdem noch eine Praxis für Physiotherapie in meinem Heimatort.

PHYSIOtalk: Sie haben Ihre Masterclass Module 1 & 2 optimiert. Mit welchem Ziel?

Siegfried Breitenbach: Die K-Active-Kurse werden schon seit über 15 Jahren angeboten und durchgeführt; anfangs noch unter der Firma Kinesio Deutschland GmbH. In diesen Jahren konnten viele neue Erfahrungen im Bereich Taping innerhalb des großen Instruktorenkreises gesammelt und Anregungen von anderen medizinischen Methoden oder wissenschaftlichen Arbeiten einbezogen werden. K-Active versucht, all dies ständig in sein Kurssystem zu integrieren, um die Kurse auf einem aktuellen und hohen Niveau anbieten zu können.

PHYSIOtalk: Sie legen mehr Wert die Diagnostik, warum genau?

Siegfried Breitenbach: Anfangs wurde eher nach der DAVOS-Methode geklebt – „Da wo’s weh tut“. Das Tape wurde einfach angelegt und meist hat das bereits eine Besserung hervorgerufen.
Wie generell in der Physiotherapie sieht auch K-Active den Menschen ganzheitlich mit all seinen strukturellen Vernetzungen und informativen Verbindungen. Entsprechend ist es wichtig, die Schlüsselpunkte im Körper zu finden. Dafür nutzen wir unsere therapeutischen Hände als Probestimulus, um den Körper zu befragen, ob sich dadurch der Schmerz und/oder die Bewegungseinschränkung verbessern.
Somit entscheiden nicht wir, sondern der Körper, an welcher Stelle und mit welcher Technik er beklebt werden möchte. Durch diese Vorgehensweise werden nicht nur die Symptome gemildert, sondern deren Ursache gefunden und behoben.

PHYSIOtalk: Was erwartet einen Patienten bei der Behandlung eines Therapeuten, der Ihren Kurs besucht hat?

Siegfried Breitenbach: Wenn der Therapeut das K-Active-Wissen bei der Behandlung integriert, dann wird er die erlernte Diagnostik zusammen mit dem Patienten durchführen. Das ist für den Patienten meist ein ungewohntes Bild, wird er bei einer Untersuchung doch sehr oft in eine passive Rolle gedrängt.
Durch die Diagnostik mittels der entsprechenden Probestimuli ist er allerdings aktiv und muss in seinen Körper „hineinhören“, ob eine Verbesserung auftritt und wenn ja, welche Veränderung ihm in Hinblick auf das Beschwerdebild am besten tut.
Durch diese aktive Mitarbeit sowie das daraus entstandene Verständnis darüber, welche positiven Ergebnisse der Probestimulus sowie das Taping im Körper hervorrufen kann, wird einerseits das Vertrauen in den Therapeuten gestärkt und andererseits werden die autoreparativen Prozesse im Körper noch zusätzlich gefördert.

PHYSIOtalk: Was haben Sie noch in Ihrem Portfolio für Physiotherapeuten?

Siegfried Breitenbach: Das Kinesiologische Taping sollte natürlich nur eines von vielen Tools im „Sortiment“ eines Therapeuten sein und kann mit vielen anderen Methoden kombiniert werden. Daher bieten wir neben den Taping-Kursen auch weitere aus dem Bereich allgemeine „Sportphysiotherapie“ an und organisieren außerdem Schulungen aus weiteren Feldern der Physiotherapie.

PHYSIOtalk: Wo genau kann sich ein Interessent über Sie und Ihr Angebot informieren?

Siegfried Breitenbach: Die beste Möglichkeit, einen Überblick über unser Kursangebot sowie die Termine zu erhalten, ist unsere Homepage, die erst vor kurzem komplett neu gestaltet wurde. Nach dieser Aktualisierung findet der Besucher noch schneller Informationen über unsere Kurse, deren Inhalte und Termine. Außerdem kann er sich in den angebotenen Videos erste Impressionen eines K-Active-Kurses ansehen.
Da wir zudem diverse Kurse in Zusammenarbeit mit Physio-Verbänden und Fortbildungszentren organisieren, findet man natürlich auch auf deren Plattformen Informationen zu den Kursen.

PHYSIOtalk sagt DANKE für das Interview und wünscht Ihnen alles Gute!
Ihr Team von PHYSIOtalk.de




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