Osteopathie Ausbildung in Deutschland

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Interview mit Frank Roels & Karl-Peter Sohler

Kurzinfo Frank Roels & Karl-Peter Sohler

Frank Roels, Schulleiter der SKOM und Karl-Peter Sohler, Schulkoordinator an der SKOM, stellen sich unseren Fragen.

Frank Roels Schulleiter SKOM

Frank Roels

Karl-Peter Sohler, SKOM

Karl-Peter Sohler

Das Interview

PHYSIOtalk: Lieber Herr Roels, lieber Herr Sohler, danke, dass Sie uns für ein Interview zur Verfügung stehen. Mögen Sie sich und die SKOM kurz vorstellen?

Frank Roels & Karl-Peter Sohler: Die SKOM ist eine Privatschule, die seit 1994 existiert und eine strukturierte Grundausbildung der Osteopathie, nach den Regeln der Bundesarbeitsgemeinschaft für Osteopathie (BAO) anbietet. Wir sind eine Teilzeitschule, das bedeutet, dass unsere Studenten die Osteopathie neben ihrem Berufsalltag erlernen.
Wir unterrichten an 2 verschiedenen Orten: Hamburg und Dornstadt bei Ulm. An beiden Orten läuft das Ausbildungsprogramm parallel, was den Vorteil bringt, dass die Studenten bei Bedarf bei terminlichen Notwendigkeiten recht unkompliziert von einem Seminarort zum anderen ausweichen können, ohne, dass Fehlzeiten oder Wissenslücken entstehen.
Das Bewusstsein, dass jeder unserer Studenten, die Ausbildung als zusätzliche Aufgabe neben Beruf, Familie und sonstigem Privatleben betreibt, erscheint es uns sehr wichtig zu sein, dass wir unsere Studenten versuchen gut zu betreuen. Das heißt wir stellen einen Schulkoordinator bereit, der sich um die Belange der Studenten kümmert und auch immer ansprechbar ist.

PHYSIOtalk: Was ist das Besondere an Ihrer Ausbildung?

Frank Roels & Karl-Peter Sohler: Wie schon erwähnt, liegt uns am Herzen, dass wir unsere Studenten mit ihren Sorgen und Wünschen ernst nehmen, dabei aber die Inhalte zur Ausbildung zum Osteopathen nicht aus dem Augen verlieren wollen.
Auf unser erfahrenes internationales Dozententeam ist Verlass. Alle unsere Dozenten und Assistenten, die osteopathisches Wissen vermitteln, sind selbst seit Jahren als Osteopathen tätig. Dies führt dann zu einem sehr realitätsnahen und praxisbetonten Unterricht.
Das Curriculum der einzelnen Fächer baut sich in einander verzahnt auf. Unser Unterricht findet nicht in einem Modulsystem statt, sondern wir versuchen die einzelnen Unterrichtsinhalte aufeinander abzustimmen. Dies erscheint uns wichtig, um gleich von Anfang an das ganzheitliche Denken, was unseres Erachtens die große Stärke der Osteopathie darstellt, zu schulen.
Die Entscheidung zur Teilzeitausbildung war eine sehr bewusste. Die Ausbildung in Teilzeit hat den großen Vorteil, dass unsere Lerninhalte schon auf einem inhaltlich höheren Level beginnen können, als dies Vollzeitschulen machen können. Die Grundlagen der Ausbildung zum Physiotherapeuten, Heilpraktiker oder des Medizinstudiums bei ÄrztInnen können vom ersten Tag der Ausbildung an genutzt werden. Darüber hinaus kann das in den Kursen Erlernte bereits am Tag nach den Seminaren geübt und angewandt werden.
Zudem kommen sehr verschiedene pädagogische Techniken zum Einsatz um den verschiedenen Lernsituationen gerecht zu werden. Die SKOM bietet ein breites Spektrum unterschiedlicher Medien an: Gruppenarbeit, Workshops, Patientenbehandlung unter Supervision und Prüfungsvorbereitung (Theorie und Praxis).

PHYSIOtalk: Welche Berufsgruppen dürfen mitmachen und wie lang ist die Ausbildung?

Frank Roels & Karl-Peter Sohler: Aufgrund der Entscheidung zur Teilzeitausbildung können wir nur bestimmte Berufsgruppen zulassen. Dies sind ÄrztInnen, PhysiotherapeutInnen, HeilpraktikerInnen (nicht jedoch sektorale Heilpraktiker) und MasseurInnen, die eine 340 Stunden betragende Zusatzausbildung „Manuelle Therapie“ absolviert haben.
Die Ausbildung erstreckt sich über 5 Jahre, mit 7 Seminaren/Jahr, wobei die Seminare an und um Wochenenden organisiert sind. Wir haben drei 3-tägige und vier 4-tägige Seminare.
Wer die Ausbildung an der SKOM mit der BAO-Prüfung abgeschlossen hat, darf das Qualitätssiegel der BAO für Therapeuten führen. Es steht für Kompetenz und regelmäßige osteopathische Fortbildung – und wirkt damit als zentrales Qualitätsmerkmal für Patienten.

Der Absolvent kann zudem eine Thesenarbeit zur Erlangung der Auszeichnung D.O. vorstellen.

Die SKOM-StudentInnen und/oder AbsolventInnen können Mitglied beim BVO (www.bv-osteopathie.de), bei der DÄGO (www.daego.de), bei der HPO (www.hpo-osteopathie.de),
beim VOD (www.osteopathie.de), usw… werden.
Da die Osteopathie noch immer nicht als Beruf offiziell anerkannt ist, haben wir diese Maßnahmen ergriffen, um den Studierenden eine möglichst sichere Zukunft als Osteopath geben zu können.

PHYSIOtalk: Kann ein Interessent bei Ihnen „schnuppern“?

Natürlich haben wir zum besseren Kennenlernen unsere Schule mit ihren Dozenten, Studenten und Organisationsstrukturen Schnuppertage organisiert. Neben einer kurzen Einführung wie die Osteopathie entstanden ist und welchen therapeutischen Stellenwert sie hat, können die Teilnehmer an verschiedenen Unterrichtseinheiten teilnehmen und sich durch Schauen, Hören und Gespräche selber ein Bild von unserer Schule machen. Wir haben für Anfang 2018 folgende Termine festgelegt:

Ulm (Dornstadt):
20.01.2018
03.03.2018
21.04.2018
10.06.2018 (Sonntag)

Hamburg:
03.02.2018
17.03.2018
05.05.2018
23.06.2018

PHYSIOtalk: Wo genau erhalten Interessenten mehr Informationen über die Ausbildung?

Frank Roels & Karl-Peter Sohler: Informationen erhalten Interessenten auf unserer Website www.osteoathie.com. Zudem stehen wir auch gerne unter der email info@osteopathie.com oder telefonisch 040/23 04 66 (Telefax 040/23 45 22) zur Verfügung.

PHYSIOtalk: Wo sehen Sie die Osteopathie in Deutschland in 5 Jahren?

Frank Roels & Karl-Peter Sohler: Die Osteopathen werden weiter aufklärend tätig sein, um die Osteopathie als ganzheitliche Therapiemethode gegen aufspaltende Tendenzen verschiedener Interessengruppen zu verteidigen.
Über den mittelfristigen Zeitraum von 5 Jahren gesehen wird es weiter notwendig sein, dass ein Osteopath zur Ausübung seiner Heilkunde der Zulassung als Heilpraktiker oder als Arzt bedarf.
Da die Osteopathie als hilfreiche Therapieform inzwischen auch auf der Ministerialebene der Länder erkannt wurde und da eine Initiative entstanden ist, die eine bundesweite Regelung durch ein Berufsbild nach sich ziehen könnte, sehen wir die Osteopathie weiter auf dem Weg zum Erreichen dieses berufspolitischen Zieles. Da diese Mühlen aber sehr langsam arbeiten, wird sich in 5 Jahren dahingehend eher wenig Entscheidendes haben.
Die Osteopathie ist aber so eine starke Heilmethode, dass auch trennende Bestrebungen nicht wirklich den Kern der Osteopathie zerstören können. Viele Patienten haben den Wert der Osteopathie erkannt, zunehmend wird dies auch in der Ärzteschaft gesehen, so dass die Festigung der Osteopathie als hilfreiche Therapieform in unserem Gesundheitssystem seine Stellung festigen wird.

Vielen Dank, alles Gute für Sie und die SKOM!




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