Bewertungsportal für Physios – Teil 2

Physiotherapeutische Übung

Fachbeitrag von Kajo Lang

Hier geht es nur um Therapeuten

Bewertungsportale genießen keinen besonders guten Ruf. Genau deshalb überlegte eine Gruppe von Physiotherapeuten und Kollegen und Kolleginnen aus anderen Berufszweigen, wie eine ernsthafte Bewertung vorgenommen werden könnte. So entstand zum ersten Mal ein Fragenkatalog, der auf rein berufsspezifischen Faktoren basiert. Aber reicht das für ein neues Portal?

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Über einen Bekannten aus seiner Gruppe lernte Carsten S. den Journalisten Kajo Lang kennen. Carsten S., der früher gern Handball gespielt hatte und seit Jahren eine eigene Praxis für Physiotherapie führt, erzählte von den Berufskollegen seiner Gruppe. Alle hatten sich geärgert über die teils schlechte, teils falsche Beurteilung von Bewertungsportalen.

So hatten sich die Vertreter verschiedener Berufsdisziplinen wie Physiotherapeuten, Ergotherapeuten, Masseure, ein Osteopath, zwei Logopäden und andere zusammengefunden und darüber diskutiert, welche Fragen ein faires Bewertungsportal stellten sollte. Insgesamt hatten sie 15 Fragen erarbeitet, gestaffelt in drei Wertungsebenen.

Der Journalist, um einige Jahre älter als der Physiotherapeut, kam beim Anblick des Fragenkatalogs ins Grübeln.  Er bat sich Bedenkzeit aus. Er sagte, er müsse erst einmal darüber nachdenken, wie man daraus etwas machen könne. Als er gegangen war, dachte Carsten S., dass aus seiner Idee nie etwas werden würde. Er sollte sich täuschen.

Ohne Registrierung keine Bewertung

Einen Monat später bat der Journalist den Physiotherapeuten zu sich ins Büro. Dort stellte er Carsten S. zwei Programmierer vor. Anhand verschiedener Skizzen zeigten die Männer Carsten S., was sie vorhatten.

Statt eines vordergründigen Bewertungsportals hatte Lang ein Such- und Findportal für ganz Deutschland erarbeitet. Der Servicegedanke sollte im Vordergrund stehen. „Wir wollen alle, die in therapeutischen und heilenden Berufen arbeiten, erfassen“, sagte Lang und verwies auf den Programmierer Stefan. Der bestätigte, dass man bereits über einen Datenstamm von über 40.000 Therapeuten verfüge.

Carsten S. zeigte sich beeindruckt und fragte, ob diese Erfassung einer Art Therapeuten-Google entspräche. Der Journalist nickte: „Das siehst du richtig, Carsten. Jeder Patient, der einen Therapeuten sucht, braucht in Zukunft nur noch seine Stadt oder seinen Ort und die gewünschte Fachrichtung anzugeben. Schon erscheinen alle zutreffenden Therapeuten.“

Lang erklärte die weiteren Schritte: „Da jeder Therapeut aufgeführt sein sollte, sollte auch jeder bewertet werden können.“ Dazu dienten die von Carsten S. und seinen Kollegen entwickelten Stammfragen. Doch ohne Registrierung, so sagte der zweite Programmierer Klaus weiter, „geht hier gar nichts.“ Zusätzlich würde jede Bewertung vor einer Veröffentlichung von einer Redaktion geprüft. Erst danach würde eine Bewertung online gestellt.

Ein Name wird gesucht

Carsten S. erkannte anhand der vorbereiteten Skizzen, dass die Männer um Kajo Lang insgesamt 11 Berufe erfasst hatten. Darunter gehörten Physiotherapie, Logopädie u.v.a. Dazu kam die Ortswahl, die anhand einer grafischen Karte bildlich dargestellt werden sollte.

„Außerdem“, so führte der Journalist weiter aus, „wollen wir den Therapeuten die Möglichkeit bieten, sich besonders hervorheben zu lassen.“ Er erklärte, dass man dafür drei sogenannte Pakete schnüren wolle. Maßstab sei hier, der günstigste Anbieter deutschlandweit zu werden.

Carsten S. zeigte sich zufrieden und stellte die unbedachte Frage: „Und wann geht’s los?“

Die drei Männer lachten, was der Physiotherapeut nicht verstand. Bis Kajo Lang aufklärte: „Wie immer geht’s ums Geld. Denn mal eben so lässt sich so eine Seite nicht programmieren.“ Außerdem gestand er, dass das Projekt noch keinen Namen besäße.

Nach einem ausgiebigen Essen und einigen Gläsern Wein gab es endlich einen Namen: wikiSoma. Der Name setzt sich aus den Wörtern wiki und soma zusammen. wiki stammt ursprünglich aus dem Hawaiianischen und bedeutet im Internetjargon „schnell“ oder auch „hallo“. Das Wort „soma“ stammt aus dem Griechischen und heißt übersetzt „Körper“. In der Assoziation beider Wörter bedeutet „wikiSoma“ also die schnelle Suche nach einer therapeutischen und heilenden Kapazität.

Carsten S. war begeistert, denn so konnte das, was ihm am Herzen lag, besonders verdeutlicht werden. „Damit ist klar, dass es hier nur Therapeuten gibt. Keine Ärzte!“ Diese Abgrenzung, so hatten es alle Mitglieder seiner Gruppe betont, sei besonders wichtig. „Damit wir Therapeuten nicht immer nur als Anhängsel betrachtet werden, sondern endlich gesellschaftlich anerkannt werden.“

Spiel, Satz und Sieg

In der Folge hörte er, dass sich Kajo Lang als Projektleiter von wikiSoma um Investoren und Fördergeld für Existenzgründer des Landes Baden-Württemberg bemühte. Somit konnten die IT-Experten arbeiten. Die Webseite nahm von Tag zu Tag mehr Gestalt an.

Darüber hinaus engagierte Lang zwei Webdesigner, die an der Karlsruher Hochschule studiert hatten. Er legte großen Wert auf das Ambiente der Webseite, auf Farben, Gestaltung und Fotos. Er wollte eine moderne Webseite, die zugleich mit klaren Strukturen überzeugte. Die Designer arbeiteten mehr als ein halbes Jahr an dem Projekt.

Gleichzeitig wurde jeder Schritt eines baldigen Users genau überlegt. Für Lang war wichtig, dass alle Schritte logisch und bedienungsfreundlich sein mussten. Immer wieder erarbeiteten die Programmierer neue Wege, bis sie nach einem weiteren halben Jahr die Strukturen gefunden hatten, die sie sich vorgestellt hatten. Carsten S., dem die Webseite zuerst vorgeführt wurde, zeigte sich begeistert.

„So“, sagte der Physiotherapeut anerkennend, „stelle ich mir eine professionelle Fachseite für Patienten und Therapeuten vor.“

Weitere Informationen finden Sie unter www.wikisoma.de




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