Fortbildung in der Physiotherapie

Die Notwendigkeit von Fortbildung in der Physiotherapie

Fortbildung ist in jedem beruflichen Bereich sinnvoll. Auf diese Weise erlangen Berufstätige neue Erkenntnisse, passen sich neuen Gegebenheiten an und erweitern regelmäßig ihren Horizont. Deshalb sollten die zahlreich vorhandenen Angebote auch genutzt werden. Sollte es in einem Gebiet einmal kein passendes Angebot geben, können auch branchenfremde Weiterbildungen genutzt werden, denn auch hier erhält man neues Input und erlangt vielleicht neue Einblicke aus einem anderen Blickwinkel, die sich schließlich doch positiv im beruflichen Alltag bemerkbar machen.

Es gibt natürlich Unterschiede in der Notwendigkeit von regelmäßiger Wissenserweiterung, die von dem jeweiligen Berufsfeld abhängig ist. Vor allem im medizinischen Bereich gibt es immer wieder neue Erkenntnisse und somit auch neue Formen der Behandlung. Dies hat natürlich auch Auswirkungen auf die Krankengymnastik und die Fortbildung in der Physiotherapie. Auch wenn die Ausbildung in der Physiotherapie bereits sehr gute Grundlagen schafft, müssen Physiotherapeuten sich ständig fortbilden. Da die Forschung immer weiter vorangetrieben wird, ändern sich auch immer wieder Dinge in der Behandlung durch Physiotherapeuten. Um immer auf dem neusten Stand zu sein und den Patienten die bestmögliche Therapie zu ermöglichen, gibt es vielfältige Möglichkeiten zur Fortbildung in der Physiotherapie und sogar eine Verpflichtung zur Weiterbildung für Physiotherapeuten.

Pflicht zur Fortbildung in der Physiotherapie

Um die Qualität in der Heilmittelerbringung im jeweiligen Heilmittelbereich sicherzustellen, ist eine zielgerichtete Fortbildung im fünften Buch des deutschen Sozialgesetzbuches festgeschrieben. Sie richtet sich an alle Therapeuten, die an der ambulanten Heilmittelversorgung in Heilmittelpraxen und Einrichtungen beteiligt sind, ist aber vor allem für Praxisinhaber und Leiter einer Physiotherapie-Praxis verpflichtend. Das Gesetz regelt die Fortbildungspflicht über ein Punktesystem. Für jede Unterrichtseinheit von 45 Minuten erhält der Teilnehmer einen Punkt. Innerhalb eines Betrachtungszeitraums von vier Jahren müssen im Zuge der Fortbildung in der Physiotherapie insgesamt 60 Fortbildungspunkte pro Person gesammelt werden – möglichst 15 Punkte pro Jahr. Als Fortbildung in der Physiotherapie anerkannte Veranstaltungen sind beispielsweise Seminare, Workshops, Kurse oder Vorträge, bei denen Fachbeiträge referiert werden. Voraussetzung ist immer, dass die Fortbildung in der Physiotherapie inhaltlich auf den jeweiligen Heilmittelbereich ausgerichtet ist.

Vielfältige Angebote zur Fortbildung in der Physiotherapie

Die Möglichkeiten zur Weiterbildung in der Physiotherapie sind sehr vielfältig. Besonders empfehlenswert sind jedoch Zertifikatsweiterbildungen, da diese von den gesetzlichen Krankenkassen in der Therapie höher vergütet werden. In diesen Bereich fallen beispielsweise Propriozeptive Neuromuskuläre Facilitation (PNF), Manuelle Therapie (MT) und gerätegestützte Krankengymnastik (KG-Gerät). Des Weiteren gibt es unterschiedliche Arten der Fortbildung in der Physiotherapie am Menschen. Hierzu zählen Behandlungsformen wie Osteopathie und Atemtherapie sowie klinische Fachbereiche wie Geriatrie oder Orthopädie. Ein Bereich, der bisher noch nicht voll ausgeschöpft wird, aber langsam immer mehr Anklang findet, ist die Prävention bzw. Gesundheitsförderung. Hier gibt es Fortbildungsangebote im Feld der Primärprävention, wozu zum Beispiel Bewegungsgewohnheiten und Ernährung zählen, bis zur betrieblichen Gesundheitsförderung.

Allgemein steigen die Berufsaussichten und die Chancen bei der Jobsuche durch eine höhere Anzahl an Kursen in der Fortbildung in der Physiotherapie. Berufsanfänger haben jedoch auch gute Möglichkeiten, da sie speziell für die Anforderungen eines Arbeitgebers weitergebildet werden können.




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